Hof, 03.11.2007
Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung des Kinderschutzbundes Hof mit Neuwahl statt. Im Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden Ingeborg Poswa wurde hervorgehoben, dass 220 Schulkinder täglich in verschiedenen Einrichtungen betreut und gefördert werden. Besonderes Lob fand in diesem Zusammenhang das Engagement von 50 ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen, die zuverlässig nachmittags bei der Hausaufgabenbetreuung mithelfen und neben den hauptamlichen Fachkräften tatkräftig dazu beitragen, dass 98% der unterstützten Schulkinder das nächste Schuljahr erreichten.
Neben den Zuschüssen der Regierung und der Stadt Hof sind es - so Frau Poswa - vor allem die zugewiesenen Geldauflagen durch die Hofer Gerichte und die Hofer Staatsanwaltschaft, die diese Betreuung so vieler Kinder ermöglichen, welche alle aus unterschiedlichen Gründen nicht die nötige Unterstützung von zu Hause erhalten können.
Mit Sorge betrachtet der Kinderschutzbund die anhaltende und noch steigende Kinderarmut. Deshalb wurden zum Schulanfang als Unterstützung für die betroffenen Familien mehrere Aktionen ins Leben gerufen: Kauf neuer Schulranzen, Veranstaltung eines Kinderkleiderflohmarktes und Verteilung von Einkaufsgutscheinen für Schulmaterial.
Nach Vortrag des Kassenberichtes durch den Schatzmeister Manfred Wojtowicz, der stabile Finanzen bescheinigte, und dem Bericht über die erfolgte Kassenprüfung wurde der Vorstand entlastet.
Zur anstehenden Neuwahl stellte sich der bisherige Vorstand wieder zur Verfügung, bis auf Herrn Ruf, der aus Altersgründen verzichtete. Er wurde, nach 26 Jahren Vorstandsarbeit, hochgelobt verabschiedet. Neu gewählt wurde neben den bisherigen Vorstandsmitgliedern Claudia Kellermeier, eine langjährige Mitarbeiterin beim Kinderschutzbund.
von links: Manfred Wojtowicz (Schatzmeister), Claudia Kellermeier (Beirat), Annita Richter (2. Vors.), Ingeborg Poswa (1. Vors.), Gertrud Riedl (3. Vors.), Sylvia Kaiser (Beirat), Wilma Vollmar (Beirat), Erika Bohn (Schriftführerin).
In der anschließenden Aussprache wurde über die finanzielle Belastung der Familien zum Schulanfang auf Grund hoher Materialansprüche der Schulen und der seit Hartz IV gestrichenen Beihilfen zum Schulanfang durch das Sozialamt diskutiert.
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